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Samstag, 31. Januar 2009

Das leere Wochenende zwischendurch

Es ist still geworden im Wohnheim. Gestern ist Claudio als letzter von meinem Sprachkurs aus dem Wohnheim ausgezogen. Keine Italiener mehr, die den ganzen Flur unterhalten.... Nur noch ein paar ERASMUS-Studenten vom letzten Semester.

Am Dienstag war wie schon geschrieben die Sprachkurs-Prüfung. Open Book und Open Neightbour ;) also jeder konnte alles verwenden... den Nachbarn inklusive ;) Naja, so schwer war der Test auch nicht. Das Ergebnis war auch dem entsprechend: 9 und 10 Punkte für alle (10 Punkte ist 1 plus). Hab natürlich volle Punkte, auch ohne Nachbarn ;)

Abends war dann noch in der Stadt eine Abschiedsparty mit kleinen Spielchen und Zertifikatsübergabe. Zu den Zertifikaten gab es noch für jeden eine tolle Karikatur. Eigentlich wollten wir danach noch in JamPup, war aber zu voll..... also Alternative „Küchenparty“.... Problem: es war 10 vor 10, d.h. ab 22 Uhr gibt’s kein Alk zu kaufen. Pünktlich 2 vor 10 wurde der kleine Maxima in der Stadt gestürmt und Bier gekauft. Und dann fing es an mit „Goodbye“: Anneliis führ bereits in der Nacht zurück nach Tallin und Donnerstag Vormittag fuhren die Italiener und Aljoscha (mein Zimmernachbar) nach Vilnius und Reka nach Klapedia. Am Freitag fuhr dann als letzter Claudio nach Vilnius. Mit seiner neuen litauischen Perle.... und mit dem Taxi!!! Zu viel Gepäck und zu viel Stress um den Bus zu nehmen.... bis Vilnius sind geschätzte 120 km.

Ich warte hier jetzt auf den Montag... denn vorher kann ich nicht ins Studentenwohnheim in Vilnius einziehen.... also wieder Tasche packen und neue Leute kennen lernen... mal sehen was mich auf meiner 2ten ERASMUS-Etappe in Vilnius erwartet... bin schon gespannt.

Am 4. Februar geht die Orientierungswoche für ERASMUS-Studenten los. Über 80 internationale neue Studenten, davon ca. 15 deutsche Studenten.... Ab 11. Februar geht dann das „normale“ Studium los.

Hab schon angefangen meinen Studenplan zusammen zu basteln. Von meinen 6 gewählten Kursen fallen 2 aus :( Davon leider auch der Kurs „Einführung in UNIX-Betriebssysteme“, worauf ich mich eigentlich schon am meisten gefreut hatte. 2 Kurse sind Blockseminare/Blockvorlesungen, wird also der Rest ab April ziemlich locker werden.... hoffe ich ;)

Bin immer noch auf der Suche nach einem Schwimmverein in Vilnius... im Internet konnte ich nicht viel finden. Sogar die Webseite des Litauischen Schwimmverbandes ist nicht richtig funktionsfähig.... In Wettkampfprotokollen aus Deutschland konnte ich aber schon mal finden, dass es einen Verein „Vilnius PSK“ gibt... vllt. findet sich was nach Ankunft in Vilnus


Montag, 26. Januar 2009

Essen...

Ihr fragt euch sicherlich wie der arme, vielfräßige "kleine Litauer" sich über Wasser hält und nicht verhungert ;)

gaaaaanz einfach:
Eine Mischung aus
- Frühstück mit dunklem Kümmelbrot und Milch mit Kaffeegeschmack
- Pizza, tradtionellem litauischen Mittagessen und Pasta
- abends koch ich mir immer noch was (irgendwie hab ich immer Hunger...)

nun aber mal ganz der Reihe nach:
Zum Glück gibt es hier auch dunkles Brot, meistens mit Kümmel. Körnerbrot ist hier leider total unbekannt und einen Bäcker hab ich bis jetzt auch vergebens gesucht....
Als Kako-Ersatz gibts Milchkaffee..... also richtigen Milchkaffee: warme Milch mit Neste-Instantkaffee-Pulver ;)

Mhm... was soll ich zum Thema Pizza sagen, wenn sie mir schon fast aus den Ohren hängt? ;) Hier gibt es wirklich an jeder Ecke eine Pizzaria (die bekanntesten hier in Kaunas: Chili Pizza und Pizza Jazz. Chili Pizza ist besser ;) ). Aufm Tisch steht immer noch eine Knoblauchsoßenflasche *mhmmmmmm :) *, die Italiener sind nicht so begeistert von den Pizzas und der Knoblauchsoße auf der Pizza bzw. dem Knoblauch in der Pizza. Dafür sucht man hier in Kaunas McDoof, Bürgerkind und KFC fast vergeblich... soll Gerüchte geben, dass es die hier in Kauns gäbe.... fragt mich aber nicht wo... also von Pizza hab ich die nächste Zeit die Nase voll...

Da hier ein Restaurantbesuch für uns ziemlich günstig ist (liegt daran, dass die "Personalkosten" hier nicht so hoch sind... Durchschnittseinkommen liegt angeblich bei ca. 550 Euro). Ein Mittagessen im Restaurant kostet meistens zwischen 10 und 12 Litas (~ 3 bis 3,50 Euro). Wir konnten ein Restaurant direkt in der Nähe von der Uni ausmachen, das eine gute Litauische Speisekarte hatte..... und so probierten wir uns in den letzten 2 Wochen fleißig durch die litauischen Menüs durch..... irgendwann überraschte es uns nicht mehr, dass es Kartoffeln (meißt in jeglicher Form von Rührkartoffeln) mit Hackfleisch gab: Kartoffelwürstchen (also Rüchkartoffeln in Form von Würstchen...), Kartoffelpuffer gefüllt mit Hackfleisch, Rührkartoffeln mit einem Stückchen Rippchen. Kartoffelklöße mit Pilzen. Und CEPELINAI :)
Cepelinai ist DAS litauische traditionelle Essen: Hackfleisch im Kartoffelkloßmantel, gereicht mit Saurer Sahne... =)
Gibt auch die litauische Variante der "Pelmeni" (für nicht Russisch-Kenner: gekochtes Hackfleisch im Teigmantel). Einziger Unterschied: statt runter Teigtaschen werden die Teigtaschen als "Tortellini" geformt.... (wieder der italienische Einfluss.... keiner kann mir Erklären warum.... naja, es gibt eine gewagte italienische Theorie: litauische Frauen bieten zahlreich ihre Dienste in Italien an.....)
Fragt mich bitte nicht nach den Namen der Essen.... Essenbestellen war ganz einfach: Finger auf die Speisekarte und dem Ober zeigen..... wenn das Essen kam, war die Frage wer was bestellt hatte und der Ober zeigte leicht genervt wieder auf die entsprechende Stelle in der Karte.... *gggg*
Pasta gibt es meistens am Wochenende, ist am einfachsten für mehrere Leute zu kochen und die Italiener hier wollen anscheind nix anderes außer Pasta essen....

Abends schlägt dann immer meine Stunde: "der kleine Litauer" am Herd...... jaaaaa, ihr lest richtig: ich koche selber. Was leider auch mit einem täglichen Einkaufsbummel zu Maxima verbunden ist, aber glücklichweise wenige Schritte von unserer Bushaltestelle liegt. Also raus aus dem Bus, rein in Maxima und dann zurück ins Wohnheim, ran an Herd. Und da bin ich echt kreativ (an dieser Stelle schöne Grüße an meine Mama, die davon nicht so begeistert sein wird *ggggg*):
Hauptzutaten:
Olivenöl und Oliven
Reis oder Nudeln
Würstchen, Fisch oder Hühnchenfleisch (woooooooooooooo kann ich mal Schweinefleisch kaufen???)
und Knoblauch nicht vergessen *ggggg*

hier noch ein Foto von Cepelinai:

Sprachkurs geht zu Ende


Morgen steht der Sprachkurs-Test an. Wird aber nicht schwer sein :) OPEN BOOK *gggg* (für alle die das nicht kennen: alle Hilfsmittel sind zugelassen: Arbeitsheft, Wörterbuch, Grammatik-Tabellen usw.) =)
Der Test hat wohl eher einen symbolischen Charakter.

Haben heute gemeinsam die letzte Stunde - Vortrag über die litauische Kunst - (offiziell!) "geschwänzt". Denn Claudio ist heute Mittag ausm Krankenhaus (die Italiener mögen anscheind die litauischen Krankenhäuser..... erst Chiara mit ihrem gebrochenen Arm.... jetzt Claudio....) zurück gekommen und hat heute Geburtstag. Da stand natürlich eine kleine Willkommens- und Geburtstagsparty aufm Plan... kleine Party... denn morgen um 9 Uhr gehts zum "Examen" ;)
Morgen Abend wird aber fleißig gefeiert: "Farewell Pary"
Ab Mittwoch löst sich unsere nette ERASMUS-Sprachkurs-Gruppe auf und verteilt sich.
Die meisten (wie ich) gehen nach Vilnius. Eine Handvoll bleibt hier in Kaunas, Reka fährt nach Klaipedia (ehemals "Memel") und Anneliis fährt zurück nach Tallin (Estland).

Ich bleibe bis zum 2. Februar hier in Kaunas, denn ich darf mein Wohnheimplatz nicht vor dem 2. Februar beziehen....

Samstag, 17. Januar 2009

Internationale Party und Exkursion nach Trakai & Vilnius

Gestern fand eine kleine internationale Party statt. Jeder Sprachkursteilnehmer sollte sein Land in Form eines kleinen Imbisses vorstellen. Was hab ich gekocht? Richtig: Bratwurst und Sauerkraut ;)
Bratwurst gab es glücklicherweise im Supermarkt. Auch deutsches Sauerkraut konnte ich neben vielen anderen deutschen Produkten finden (verdammt noch mal, gibt es so viel deutschen Kram [und damit meine ich Produkte mit deutscher Aufschrift] hier zu kaufen? Bratwurst, Sauerkraut, Senf, Nudeln, Bier, Schlitten usw.)
Eingeladen war auch wieder eine traditionelle litauische Tanzgruppe: erst wurde vorgetanzt und dann von uns nachgehumpelt....

Heute stand eine Tagesexkursion nach Trakai und Vilnius an. Vilnius als Hauptstadt von Litauen liegt ca. 2 Stunden von Kaunas entfernt. Kurz vor Vilnius liegt Trakai, eine kleine Burg, die zwischenzeitlich mal Hauptstadt von Litauen war. Nachdem wir uns die Austellung angesehen hatten sind wir noch ins Restaurant um die für Trakai typische Mahlzeit "Kibinie" zu probieren: Hackfleisch in Blätterteig ;)

Danach ging es für 3 Stunden nach Vilnius... eine wunderschöne Stadt. In dem Kaffee, in dem wir dann uns aufgewärmt hatten, gab es auch Glühwein....... aus Deutschland.....

Ich freue mich schon, ab Februar dort für 5 Monate zu studieren.





Dienstag, 13. Januar 2009

Video von der ersten Woche

Hab hier mal ein paar Fotos als Slideshow zu einem Video zusammengeschnitten:
http://de.youtube.com/watch?v=5C2hR4KuyQI



-

Portrait: Aljoscha „master of master“

In unregelmäßigen Abständen werde ich hier einfach mal so über meine Mitstudenten schreiben.... damit ihr sehen könnt, dass die alle nicht beißen :)

Ich fang einfach mal mit meinem Zimmergenossen Aljoscha aus Lubeljana (Slovenien) an. Er studiert Verwaltungs- wissenschaften und wird ab Januar mit in Vilnius studieren, jedoch an einer anderen Uni. Er ist unser „Master of Master“. Jeder von uns bekommt einen Titel: Ich bin der „Map-Master“, weil ich durch meine eigene kurze Exkursion am Dienstag mich schon etwas in der Stadt auskannte und nen überblick hatte, welchen O-Bus wir zur Uni nehmen sollten. Er ist noch auf der Suche an einem „Bath-Master“ für uns Bad.... naja... Nasszelle würde es am besten treffen ;) Das einzige was die Dusche vom Klo trennt ist ein Duschvorhand.... der Rest ist gefliest... gibt nicht mal eine Wasserbarriere von der Dusche zum Rest des Bads. Der Abfluss ist zwar direkt unter der Dusche... aber der hat keine Chance das Wasser aufzunehmen.... Nach dem Duschen steht das Bad unter Wasser ;) Eine originale Nasszelle halt ;)

Seine kreative Namenvergabe macht vor unseren Mitmenschen in Kaunas nicht halt ;) Im Bus zum Sprachkurs hatten wir am ersten Tag einen Jugendlichen, der den ganzen O-Bus mit seiner Musik vom Handy unterhalten hat.... (die Musik war nicht mal schlecht....)

Seine Karriere hier in Kaunas zeigt steil nach oben: am Mittwoch war er noch Küchenlehrling, als die Italienierinnen Pasta kochten und ist nun steil zum Chefkoch am Sonntag aufgestiegen, als er Bouletten und Bratkartoffeln für 11 Leute zubereitete :)

Donnerstag, 8. Januar 2009

Küche geschlossen und großes Makarroni-Kochen

Abends war großes Makarroni-Kochen angesagt.... was bleibt auch anderes übrig, wenn die meisten Studenten vom Sprachkurs aus Italien kommen? ;) Als wir gerade vom Supermarkt zurück zum Studentenwohnheim gehen wollten, kamen uns die Franzosen entgegen mit der Hiobsbotschaft, dass unsere Küche in der 3. Etage geschlossen sei? Warum? Keine Ahnung! Erst im Studentenwohnheim konnten wir die Pförtnerin etwas ausquetschen.... Grund sei angeblich, dass 3 kleine Müllbeutel zu viel Müll sei.... am nächsten Tag würde die Küche wieder aufgeschlossen.... so sind wir halt in 1. Stock in die Küche gezogen... und hatten zusammen viel Spaß beim Kochen.







Sprachkurs beginnt

Heute begann mein 3-wöchiger Litauisch-Crash-Kurs. Mal sehen was ich am Ende so litauisch reden kann... soll ja angeblich einer der ältesten Sprachen und dem Sanskrit und Latein ähnlich sein. Wir sind 18 Leute aus Italien, Frankreich, Ungarn, Slowenien, Bulgarien, Süd-Korea, Singapur, Estland, Tschechien und Deutschland. Alles echt nette Leute. Gestern waren wir vor der Stadtexkursion gemeinsam Pizza essen.

Nachmittag nach dem Sprachkurs konnten wir ein Cafe mit kostenlosen Internet-WLAN finden. Endlich mal wieder Internet. Fühle mich hier etwas abseits vom Weltgeschehen... keine Zeit, kein Radio.... Wenn die Welt untergehen würde, ich würde es hier viel zu spät erfahren ;)

Ihr in Deutschland kämpft auch mit viel zu viel Schnee und eisigen Temperaturen (so -20°C?). Hier liegt immer noch viel viel viel Schnee, aber die Temperaturen sind ganz OK, ich denk mal so -5 bis -10 °C. Jedenfalls so kalt, dass der Schnee nicht mal auf der Straße schmilzt. Nicht mal auf der Hauptstraße gibt’s Matsch, nur etwas dreckiger Schnee.... Eigentlich will ich garnicht erleben, wie das Zeug wieder schmilzt, dann kann ich meine Badehose auspacken und durch die Stadt schwimmen ;)




Mittwoch, 7. Januar 2009

Einmal einen auf dicke Hose machen.......

hab heute zum ersten Mal Geld im Ausland abgehoben.... und da ja so ein dummer Geldautomat nicht mitdenkt, spuckte der mir auch große Scheine mit aus.... also 100 und 200 Litas-Scheine.... aus der Erfahrung mit dem Busfahrer, dass große Scheine nicht so erwünscht sind, muss ich erstmal versuchen die großen Scheine wieder klein machen zu lassen..... und was bietet sich da nicht besseres als den 200 Litas-Schein im Supermarkt beim Einkaufen zu zücken.... tja.... was soll ich sagen.... mein Einkauf war ganze 8,36 Litas.... *ggggggggg* ..... Einmal im Leben einen auf dicke Hosen machen.... Bis zum nächsten Mal Geldabheben..... jetzt warten erstmal nur die kleineren Scheine auf ihr Tageslicht... 2 x 100 Litas.... Warum gibt der doofe Automat nicht einfach kleinere Scheine aus? ... dann könnte ich keinen auf dicke Hose machen...

Dienstag, 6. Januar 2009

Schnee, Kaunas, Schnee, Schnee und wieder Schnee

Heute stand erstmal aufm Plan: Mietvertrag unterschreiben und Miete auf den 2. Februar verlängern, nen Supermarkt finden und was zu Essen und Trinken kaufen, den Busfahrplan ausfindig machen um den Weg zum Sprachkurs zu finden.

Mit dem Mietvertrag ist das hier ganz simpel erledigt gewesen: A5 Zettel mit Name, Anschrift, Foto und Unterschrift, dass die Bedingungen erfüllt werden. Eigentlich konnte ich hier im Studentenwohnheim nur bis zum 29. Januar wohnen, aber mein Studentenwohnheim in Vilnius darf ich erst am 2. Februar beziehen. Das hab ich der Dame beim Vertragunterschreiben erzählt und hat mir echt unbürokratisch den Wohnheimplatz bis zum 2. Februar früh gesichert. Wenn das mal nicht alles unbürokratisch ist....

Danach ging es auf zum „Wo ist der nächste Supermarkt?“: 10 Minuten zu Fuß vom Studentenwohnheim liegt „Molas“, eine riesige Einkaufspassage mit ein Haufen Geschäften und „Maxima“ (ein riesiger Supermarkt, ähnlich Walmart). Im Maxima bekommt man halt so alles was man braucht.... es gibt sogar dunkles Brot *freu*

Um die Mittagszeit bin ich dann in die Stadt gestampft... anders kann man das bei dem Schnee hier echt nicht sagen... Zurück bin ich dann mit dem Trolleybus (O-Bus) gefahren um gleich mal die Strecke zum Sprachkurs morgen abzuchecken. Der Bus hält direkt am Molas und bin da nochmal rein und hab mir nen Kochtopf noch gekauft.... 7 Litas... ca. 2 Euro für nen Emaile-Topf... warum sollte ich mir nen Edelstahl-Kochtopf für ein Gasherd kaufen? Hat zwar nen hässliches Blumenmuster aufgemalt, aber was solls... werd daran nicht sterben ;)

Beim Abwaschen heute Abend in der Küche hab ich zwei Franzosen getroffen, die mit morgen zum Sprachkurs fahren. Und soeben ist auch mein Zimmergenosse eingetroffen: Aljoscha aus Slowenien. Verstehen uns ganz gut.

Morgen geht’s dann auf zum Sprachkurs. Meine zwei Brocken Litauisch um hoffentlich ganz viele Brocken zu erweitern.










Deutsche Wörter im Litauischen

auch deutsche Wörter kann man im Litauischen wiederfinden:

Mein Büchlein sagt: Kneipe und Schnaps

und als mir Lina in Vilnius versuchte zu erklären, dass in Kaunas eine Brücke geschlossen sei weil sie kaputt sei..... und mir versuchte das ganze auf englisch zu erklären rutschte ihr das litauische Wort „kaputt“ raus, weil ihr gerade das englische Wort nicht einfiel...



*weg auf der Suche nach noch mehr Wörtern*

Ankunft in Kaunas

bin gestern besser und schneller als erwartet in Kaunas angekommen :) vorallem pünktlich :) nur die Deutsche Bahn leistete sich mal wieder eine 40-minütige Verspätung. Da wir (Mama, Papa und ich) aber zeitig losgefahren sind, hatten wir noch genügend Zeit aufm Flughafen Berlin Tegel um einen überteuerten Kaffee zu schlürfen und ein ganz teueres Brötchen zu mampfen. Der Flieger aus Vilnius nach Berlin war pünktlich (dieses Mal hatten die ANDEREN Flieger Verspätung), so dass es pünktlich Richtung Vilinus gehen konnte. Stellt euch einfach nen Bus mit 200 Sachen auf der Autobahn vor. So laut und eng war der Flieger. Mein Rucksack war zu groß für Jackenablage, so dass ich ihn den ganzen Flug zwischen den Beinen hatte... und es war sowieso schon eng mit den Knien. Appropos Gepäck: beim Check-in aufm Flughafen hat es den Typen am Schalter nicht mal interessiert wie schwer der Koffer war... irgendwo bei 22 kg stand die Wage (eigentlich max. 20 kg durfte ich mitnehmen)... hätt ich mehr eingepackt, hätt ich noch mehr schleppen müssen.... 22kg wollen ja auch erstmal bewegt werden...

Während des gesamten Fluges war der Himmel wolkenlos... die Erde war von Berlin bis Vilnius WEIß vom Schnee... Der Flieger landete pünktlich um kurz nach 17 Uhr (Ortszeit, also eine Stunde weiter als in Deutschland.... ich lebe also quasi in eurer Zukunft *ggg*) in Vilnius. Glücklicherweise schneite es nicht mehr.... es waren ja auch nur ca. Minus 12 °C, aber windstill und trocken. War ja auch warm eingepackt, so dass es gefühlt Minus 5°C waren. Auf meinen tollen roten Trolley brauchte ich auch nicht lange warten (bin immer noch von meiner Idee begeistert, einen roten Koffer zu kaufen, damit er auf dem Kofferband sofort zu sehen ist ;) ). In der Wartehalle wartete auch schon meine Mentorin Lina mit ihrer Freundin (Sandra? Ich kann mir ja Namen soooooooooooooooooooo super merken....), die mich noch schnell ins verschneite Vilnius (20 cm Schnee waren das mindestens....) auf eine Pizza entführten ;)



Und dann gings zum Bus Vilnius – Kaunas. Für die 1,75 Stunden Busfahrt sollte ich 23 Litas (1 Euro = 3,4528

Lt) bezahlen... und da zeigte sich mal wieder, was passiert, wenn der prollige Deutsche seine paar Euros in Litas tauscht: der Busfahrer weigerte sich mir das Ticket gegen einen 100-Litas-Schein zu bezahlen.... einen 20 Litas-Schein und eine 1 Litas Münze hatte ich ja noch.... Lina legte mir noch 2 Litas dazu (ist mir ehrlich gesagt ziemlich peinlich....) und schon konnte ich den Busfahrschein bezahlen. Den riesigen Koffer in den Bus alleine zu wuchten war auch Teil meines Sportprogrammes an dem Tag ;) Nach fast 2 Stunden (=21 Uhr) durfte ich die Kiste wieder rückwärts aus dem Bus wuchten... rüber zum Taxifahrer. Hab ihm nen Zettel (mein Litauisch begrenzte sich bis dahin auf „Labas“= „Hallo“ und „Aciu“= „Danke“) mit meiner Anschrift wohin er mich bringen sollte. Und hab gleich auf den Zettel noch drunter geschrieben, was die Fahrt kosten sollte.... 20 Litas.... Litauische Taxifahrer sollen bekannt dafür sein nicht so preisgünstige Stadtrundfahrten anzubieten *gggggg* Naja, der Taxifahrer hatte dann zwar die richtige Straße gefunden, aber nicht die richtige Hausnummer.... (warum verdammt noch mal stehen die nicht draußen an den Türen dran?)... als ich meinen 100 Litas-Schein dann zückte um die 21,20 Litas zu bezahlen gab er mir freiwillig 80 Litas zurück.... es scheint hier wohl keiner ernsthaft an den paar (fast wertlosen) Münzen interessiert zu sein. Das passende Studentenwohnheim hatte ich dann dank einem englisch sprechenden Studenten gefunden... war glücklicherweise nicht die Bruchbude, an der mich das Taxi abgeliefert hatte....

OK, damit wäre ja der größte Teil der Reise geschafft: Studentenwohnheim finden, jetzt fehlte nurnoch der Feinschliff: Wohnheimzimmer finden ;)

Die freundliche Oma als Pförtnerin am Drehkreuz (richtig, da gibt es ernsthaft nen Drehkreuz am Eingang....) sprach nämlich kein Englisch.... und mein Litauisch war wie schon geschrieben mehr als spärlich..... Es war ja abgemacht, dass ich die Schlüssel beim Pförtner bekommen würde... bis zum Schlüssel hatte ich es auch noch gebracht, nachdem ich ihr meinen Namen gesagt hatte... und dann kam glücklicherweise ein Student, der mir mit übersetzen helfen konnte... denn Omachen wollte ja noch soooo viel erklären.

Mein Zimmer ist ein Doppelzimmer (also zwei Leute schlafen in einem Zimmer) und bin bis jetzt noch alleine in dem Zimmer. Ein Bad teilen sich zwei Zimmer und bilden einen Wohnbereich.... und mehrere Wohnbereiche (so glaube 5) teilen sich eine Küche (kein Kommentar dazu, Studenten halt ;) ) und das alles bildet ein Wohntrakt....

Hab mir erstmal meinen Wasserkocher (Wasser muss immer abgekocht werden.... nix da mit Trinkwasser aus dem Wasserhahn) rausgekramt und mir ein Teechen gemacht, Koffer ausgeräumt und dann ging es ins Bettchen