Sonntag, 1. September 2013
Ein Nachmittag bei den Каменные палатки (Steinzelte) und am шарташ (Schartascha)-See
Ziemlich krass fand ich die Wasserrutsche (im Video bei 6:05 Min. zu sehen):
Mittwoch, 21. August 2013
Lada-Test-Fahrt
Da das ganze zu umständlich wäre unsere deutschen Führerscheine für die Test-Fahrt in zahlreiche Unterlagen einzutragen, haben uns die Kollegen des Autohauses zu einem größeren Parkplatz gefahren. Der Parkplatz am Expo-Gelände (Ekaterinburg bewirbt sich für die EXPO2020, die ganze Stadt ist heiß darauf, Entscheidung fällt im November) war leider geschlossen und trotz Schmiergeld lies sich der Sicherheitsmann an der Schranke nicht überzeugen. Also trieben wir unser Unwesen auf dem Parkplatz von Metro.
Mit dabei: Lada Granta (der dunkelblaue) und Lada Kalina (der orange). Der Lada Granta stinkt immer noch Lada-typisch und erinnerte mich an lange Autofahrten mit der Familie......
Und was so abging, seht selbst:
Und da Niels ein ziemlich schräger Typ ist und eine Russland Fahne dabei hatte, organisierte er noch im deutschen Konsulat vor Ort Deutschlandfähnchen um schicke Fotos zu machen:
Und das Konsulat hat von der Aktion auf deren Facebook-Fanpage berichtet!
Dienstag, 20. August 2013
Küchenparty
Dienstag, 13. August 2013
Internet und der Zar
Ein Ausblick aus dem Büroturm, in dem Yandex residiert, auf die Stadt:
Nach dem Mittag ging es dann zu einer Bus-Exkursion durch die Stadt und auf den Spuren der Zarenfamilie, die hier in der Nacht auf den 17. Juli 1918 ermordet wurde (Wikipedia-Artikel). An der Stelle steht heute eine Gedächtniskirche.
Danach wurde die Zarenfamilie im Wald außerhalb von Ekaterinburg in einem Bergstollen verscharrt. Heute befindet sich an dieser Stelle eine große Gedenkstätte: Ganina Jama (Wikipedia-Artikel).
Anschließend führte uns die Reiseführerin in Ekaterinburg noch einmal zur Platinka. Es war schon 18 Uhr und der Wissensdurst längst gelöscht.
Montag, 12. August 2013
Denkmäler, Denkmäler, Denkmäler
Ein Steinwurf entfernt war das Denkmal für die Beatles zu finden.
Mit dem Eiskaffee-to-go vorbei am Haus, in denen Mendelejev und Tschechow 1899 bzw. 1890 für kurze Zeit wohnten:
Hin zum Denkmal des unsichtbaren Mannes:
Was mir da gerade einfällt..... Ich muss noch ein Foto mit Michael Jackson machen, der in der Fußgängerzone als Denkmal rumsteht ;)
Sonntag, 11. August 2013
Viel zu erzählen, wenig Zeit
Dienstag (30.7.): in Ekaterinburg gelandet
Mittwoch (31.7.): Ausführlicher Stadtrundgang mit Anton. Natürlich hatte ich verschlafen. Ich hatte zwar meine Armbanduhr um 4 Stunden weiter gestellt, jedoch nicht mein Handy, das mir als Wecker diente :D
Unterwegs traf ich natürlich auf Lenin, den alten Haudegen:
Auch die internationale Küche ist hier beliebt: Deutsches Restaurant ("Natürlich") und McDonald's
Donnerstag fand dann die offizielle Eröffnung der Summer School statt. Thema: "Business promotion via internet". Aufgrund von Visa-Schwierigkeiten konnten einige Interessenten aus Afrika nicht teilnehmen. So sind wir nur 2 internationale Studenten. Ein ägyptischer Student und ich. Sind aber natürlich nicht alleine, sondern noch zahlreiche russische Studenten drücken mit uns die Vorlesungsbänke. Daher sind die Exkursionen leider nur mittelmäßig besucht, weil die Einheimischen natürlich das meiste schon kennen.
Ein Bild an/auf der/dem Platinka ("Damm") mit einigen Teilnehmern der Summer School. Der Damm wurde vor einigen Jahrhunderten aufgeschüttet um eine Fabrik mit Wasserkraft antreiben zu können (offizielle Gründung 1723 der Stadt). Heute ist die Platinka (wobei nicht nur der Damm gemeint ist, sondern der Stausee davor und der (Ab)Fluss danach) quasi das städtische Erholungsgebiet.
Freitag (2.8.) liefen dann die ersten Vorlesungen. Und Samstag ging es als Exkursion in den Nationalpark Olenii Rouchi (http://olen.ur.ru ), ca. 100 km östlich von Ekaterinburg (Google Maps).
Sonntag war ich mit Islam (der äqyptische Student) und Anton und Sveta zum Open Air Konzert anlässlich 125 Jahre der regionalen Staatsbahn, inkl. Frisbee-spielen im Park. Das ganze fand direkt am Staudamm statt.
Wie die weitere Woche verlief, erzähle ich euch später. Hier ist es schon wieder 0:30 Uhr und die letzte Nacht war etwas kürzer ;) und morgen geht es wieder zur Uni.
Donnerstag, 1. August 2013
Östlicher geht nicht mehr: Ekaterinburg
Diesen Sommer hat es den kleinen Litauer gaaaaaaaaaaanz tiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiief in den östlichsten Osten verschlagen. Nach Ekatinburg. 1.3 Mio Einwohner, 4. größte Stadt in Russland, mitten im Ural-Gebirge blablabla (hier zum selber nachlesen auf Wikipedia).
Ich bin dem Ruf der International Summer School der Ural Universität gefolgt. Thema: Business prmotion via internet. Das ganze geht vom 1. August bis zum 16. August 2013. Weitere Infos zur Summer School findet ihr auf http://uralsummer.ru.
Am 30. Juli ging es mit dem Flieger von Berlin über Moskau nach Ekaterinburg. 2 3/4 Stunden dauerte der Flug nach Moskau. Moskau hat im Sommer eine Zeitverschiebung von 2 Stunden. In Moskau musste ich raus aus dem Flieger, in der Passkontrolle anstellen (dauerte ca. 1 Stunde), dann zum Gepäckband sprinten, meinen roten Koffer vom Band fischen, dann schnell durch den Zoll weiter durch die Gänge mit dem Hackenporsche zum Check-In-Counter 110 düsen (logisch, dass ich bei Counter 1 anfangen musste), dort wieder anstellen, Koffer wieder abgeben, nochmal durch den Sicherheitscheck (inkl. diesem dummen Nackscanner!!) zum Gate. 2 Stunden hatte ich vom Aussteigen aus dem einen Flieger zum Einsteigen in den nächsten Flieger. Naja, habe an der Passkontrolle mich etwas vorgedrängelt... knappe Kiste, aber hat gepasst. Warum mein Koffer nicht einfach in den zweiten Flieger weitergeleitet wurde, obwohl ich in Berlin bereits für beide Flüge von S7 (Sibirische Fluggesellschaft! Der Flug war in Kooperation u.a. mit AirBerlin) eingecheckt hatte? Weil ich in Moskau in Russland eingereist bin. Und somit den ganzen Grenzkram dort erledigen musste. Der 2 Stunden Flug von Moskau weiter nach Ekaterinburg war ja dann wieder ein Inlandsflug. Und weitere 2 Stunden Zeitverschiebung. Ich bin euch in D-Land also jetzt 4 Stunden voraus. Gelandet bin ich dann übrigends kurz nach 22 Uhr. Und wurde dort von Lera und Arina am Flughafen abgeholt. Und in einen Lada Samara (!! :D ) verfrachtet. Es schien ein neueres Fabrikat als in meiner Familie üblich zu sein. Der Lada hatte bereits elektronische Fensterheber :D
Ich habe euch das ganze mal ein wenig mitgefilmt:
Start in Moskau:
Das gab es unterwegs zu "futtern":
Landen in Ektarinburg:
Der Grund, warum mein Koffer ROT ist:
Und da gehts raus zum Empfang der beiden netten Damen:
Donnerstag, 5. Januar 2012
Jahreswechsel 2011/12
Weihnachten hatte ich zu Hause im Kreise meiner Familie verbracht. Eine Woche lang mal wieder bekochen lassen und den weihnachtlichen Fressterror überstehen (soll aber nicht heißen, dass ich es nicht gerne gemacht habe ;) ). Der Urlaub hatte eigentlich schon ziemlich suboptimal (um nicht zu sagen Schei**) begonnen. EC-Karte in Berlin verloren und dann verdammte 3 Stunden vom Flughafen Schönefeld bis nach Hause gebraucht (hab ja nicht mal mehr die Rücklichter der Züge gesehen, die ich knapp verpasste. Doofe Verbindungen und S-Bahnunfähigkeit trotz fehlenden Schnees).
Die Rück/Abreise gen Budapest am 30.12. war dagegen ganz entspannt. Mit Chrissi. Wir kennen uns über die Schwimmjugend. Er macht sein FSJ (Freies Soziales Jahr) in Ungarn und wollten nun gemeinsam mit seinen Leuten in Budapest ins neue Jahr reinfeiern. (Kleine Randbemerkung noch zum Flug nach Budapest: Trotz Supa-Dupa-Flexi-Ticket inkl. Speedy-Boarding [für Nicht-Easyjet-Flieger: teures umbuchfähiges Flugticket mit Vordrängelrechten] konnten wir uns nicht in der Warteschlange vordrängeln und bestiegen das Flugzeug so ziemlich als einer der letzten. Gab ja Dank freier Platzwahl keine 2er-Plätze mehr. Doch. Erste Reihe direkt am Eingang. Gibt viel Beinfreihheit, aber Null-Sicht nach draußen. Und das Handgepäck war irgendwo weiterhinten untergebracht, was somit beim Aussteigen nur ein Nachteil war.)
Also bin ich am 30.12. von Budapest nach Kecskemét gefahren um am nächsten Abend wieder zurück nach Budapest zur Party zu fahren. Vorglühparty bei Chrissis Leuten um dann pünktlich um 0:00 Uhr an der Donau zu stehen, mit Blick auf das megatolle nächtliche Budapestpanorama. Und in der Hoffnung ein farbenfrohes Feuerwerkrakatenspektakel zu erleben. Pustekuchen. Nix war zu sehen. Nur ein paar wenige Raketen. Enttäuschung pur. Geknallt wird hier nicht. Keine Straßenkämpfe. So dass man auch in der Silvesternacht durch Budapest entspannt laufen kann. Was wir auch taten. 3 Stunden oder so. Laufen, warten auf die anderen, laufen, warten, suchen, laufen usw. Wir wollten einen Club entern um entspannt in den Morgen feiern zu können. Leider war der Zielclub geschlossen und alle (bzw. der verbliebene nicht verlorengegangene Rest) nicht einig wie es weiter gehen könnte. Ende vom Lied: Ich habe um kurz nach 4 Uhr den ersten Zug zurück nach Kecskemét genommen und gegen 6:30 wieder da (wurde übrigends da schon langsam hell bzw schwarz-zu-blau (wer Peter Fox kennt, weiß was ich meine)).
Fazit: Budapest ist Silvester ein Spartipp. Kann man sich sparen. Gibt hier auch keine großen öffentlichen Veranstaltungen wie in Berlin vor dem Brandenburger Tor.
Sonntag, 20. November 2011
my home is my castle
Die ersten Tage hier wollte bzw. musste ich nutzen um eine Wohnung zu finden. Von meinem Arbeitgeber hatte ich eine kleine Excelliste mit Weblinks bekommen, bei denen ich mal schauen könnte ob sie eine Wohnung für mich hätten. Ich suchte jedoch eine kleine und möbilierte Wohnung für mich und keine 4-Raum-Wohnung. Dank einer Rundmail an die Praktikanten im Werk konnte ich noch 2 weitere Tipps bekommen. Die eine Maklerin hatte 2 interessante Wohnungen im Angebot, jedoch etwas teuer (ab 300 Euro/Monat Kaltmiete plus Maklercourtage). Eine andere Maklerin hatte eine Wohnung in zentrumsnähe für 200 Euro/Monat Kaltmiete. Die hatte ich mir dann also gleich am zweiten Tag angeschaut und genommen. Neu möbiliert, zu Fuß 3 Minuten bis ins Stadtzentrum und preislich so wie ich es mir vorgestellt hatte. Und alternative Angebote hatte ich ja auch nicht. So kann ich jetzt für 6 Monate eine nette 2 Zimmerwohung (Schlafzimmer, offenes Wohnzimmer mit Terasse und Küchenecke, kleines aber feines Bad) als mein eigenes Castle nennen.
Im Gespräch mit meiner Maklerin und bei späteren Gesprächen im Bus hat sich das bestätigt was ich befürchtet hatte: Das neue Mercedes Werk, das 2012 mal 2500 Menschen beschäftigen wird, zieht so viele neue Leute nach Kecskemét, dass der Wohnungsmarkt wie leer geräumt ist und somit die Preise stiegen ließ.
Es soll sogar Praktikanten vor ein paar Monaten hier gegeben haben, die im Hotel gewohnt hatten, weil die Hotelpreise nicht weit über den normalen Mieten lag. Hat sich aber geändert: die Hotelpreise sind ebenfalls stark angezogen.
Donnerstag, 6. Oktober 2011
Ankunft in Kecskemét
Bin gut an meinem Zielort angekommen: Kecskemét (sprich: Ketsch-kemet). Meinen leicht übergewichtigen Koffer habe ich doch noch durch die Gepäckkontrolle beim Check-In in Schönefeld bekommen. Denn ich durfte umpacken. 22,5 kg waren der Dame am Check-In zu viel („Sie haben da fast 3 Kilo Übergepäck.....“). Und da hatte ich schon den dicken Wintermantel auf dem Arm und nicht mehr im Koffer. Also schnell noch umpacken: Notebook in eine extra Tasche („eigentlich“ darf man ja nur EIN Handgepäckstück mitnehmen) gepackt und die dünnere Jacke und anderen schweren Krimskrams in den Rucksack gepackt. Ergebnis: 20,1 kg auf der Waage. Geht doch! Der EasyJet-Flieger (kleine Internetgauner: aus dem Anfangspreis von 65 Euro wurden dann mit Gepäck, Bezahlgebühren und sonstigen Zuschlägen einfach mal 95,99 Euro) hatte schon mal eine Viertelstunde Verspätung, weil er zu spät in Schönefeld ankam (ein ziemlich hässlicher Flughafen. Es wird wirklich Zeit für den BBI). Dafür hatte der IC-Zug von Budapest nach Kecskemet auch mal ne halbe Stunde Verspätung. Als DB-Kunde ist man ja auch fast nix anderes gewohnt ;) Mit dem Unterschied: für 825 Forint (50%-Studentenpreis, ca. 2,75 Euro) darf man in D-Land nicht mal in den Zug einsteigen. Und es war ziemlich hilfreich sich die ganzen Bahnfahrt-Daten (http://elvira.mav-start.hu) vorher im Internet rauszusuchen. Denn auf den Bahnsteigen der Bahnhöfen steht nur auf ca. 15cm-hohen Schildchen der Name der Bahnstation. Eine Anzeige im Zug gab es nicht. Und dass ich die ungarischen Ansagen nicht verstand brauch ich wohl nicht erwähnen, oder? ;)
Der Bahnhof von Kecskemet ist... nun ja... ziemlich klein. Die Bahnsteige deuten nicht auf eine 110.000 Einwohnerstadt, sondern eher auf eine 11.000 Einwohnerstadt. Egal. Der Höhepunkt des Tages folgte eh noch: die Taxifahrt. Dank meiner Vilnius-Zeit bin ich ja schon einiges an Taxis gewohnt. Das Taxi dieses Mal war ein neuer Höhepunkt: In den Kofferraum des uralten Mercedeses passte mein Koffer gerade so. Ich will nicht wirklich wissen, was da an Plunder noch mit im Kofferraum war. Jedenfalls ging der Deckel nicht zu, weil der Koffer zu groß war bzw. der Kofferraum für den ganzen Plunder und meinen Koffer zu klein. Also einfach Decke drüber und einmal durch die Stadt mit halboffenen Kofferraum. Den Taxipreis hatte ich übrigends in weiser Voraussicht vorher abgemacht. Für die ersten zwei Nächte hatte ich eine Jugendherberge (http://www.eszallas.hu/korall) mir ausgesucht. 15 Euro/Nacht im 3-Bett-Zimmer (ohne Verpflegung). Von hier aus wollte ich die nächsten zwei Tage die Suche nach einer Wohnung starten.
Montag, 3. Oktober 2011
*pust* *pust*
Der Koffer ist gepackt und die Aufregung noch auf dem professionellen Maße von "Vorfreude". Morgen geht der Flieger.
Einen kurzen Rückblick auf die Baltic Summer School gibts auch noch, denn da fehlen ein paar Bilder und der Abschlussbericht von den letzten Tagen in Vilnius.
Viele Grüße
euer kleiner Litauer
Mittwoch, 11. August 2010
Und jetzt schon in Vilnius
Also im Schnelldurchlauf:
Den Sonntag hatten wir "Schulfrei" und sind an den Ostseestrand in der Nähe von Riga mit dem Zug gefahren. Im Zug hätte die Ansage lauten können "Bevor es Beschwerden über den Ausfall unserer Klimaanlage kommt: Wir haben KEINE Klimaanlage" ;)
Montag Vormittag hatten wir eine Vorlesung über Social Business. Also wie kann man eine Geschäftsidee entwickeln, die sozial-nachhaltig sind und nicht profitorientiert sind. Der Dozent war im übrigen ein Deutscher, der jetzt in Riga lebt und eine ganz nette Social Business-Idee entwickelt hatte (Shit rules). Danach sollten wir in Gruppenarbeit eigene Social Business-Ideen entwickeln.
Am Nachmittag ging es dann noch auf einen Abstecher in die Cesi-Brauerei unweit von Riga.
Dienstag hieß es dann auch schon wieder Abschied von Riga nehmen. Vorher wurden noch die Social Business-Ideen der einzelnen Teams vorgestellt und ausgewertet.
Und dann ging es ENDLICH nach Vilnius :) Ich bin einfach glücklich wieder hier zu sein :)
Heute stand auf dem Stundenplan: "Entrepreneurship in Litauen" von einem ziemlich verrückten Unternehmensberater mit teilweise komischen Gedanken und Ideenansätzen, aber es waren echt unterhaltsame und interessante Stunden. Erste Aufgabe von ihm: alle sollen aufstehen, die Augen schließen, einen Schritt vorgehen und dann die Augen wieder öffnen....... strange oder? Und seine Antwort auf unsere Fragen Blicke: "In meinen Vorlesungen gehen die Studenten immer einen Schritt weiter und öffnen die Augen" :)
Der wirklich straff durchorganisierte Plan sah dann noch für den Abend eine Unternehmenspräsentation von dem Start-up-Unternehmen "Coffee Inn", einer Kaffee-to-go-Kaffeehaus-Kette in Vilnius mit innovativen und interessanten Ansätzen. Mein Kaffee am heutigen Tag: Pfefferminz-Mocka - Cappuccino mit Pfefferminzsirup und einer dicken Sahnehaube. Schmeckt besser als es klingt ;) Danach sind wir noch durch Vilnius geschlendert.... bzw. wurden durch einen Touristenführer durch Vilnius geschlendert.... war echt langweilig und schlecht geführt von ihm.... total abseits der interessanten Punkte in Vilnius.
Und Abends gab es dann kein Entkommen mehr für die Cepelinai (der Kleine Litauer hat bereits im letzten Jahr berichtet) in Cili Kaimas ;)
Samstag, 7. August 2010
Riga
Der heute Samstag war ziemlich entspannt. Erst um 10 Uhr mussten wir in der Uni sein und nur eine "Vorlesung" stand auf dem Stundenplan: Gründung im Baltikum am Beispiel der Öko-Kosmetikfirma Madara. Der Nachmittag stand uns danach komplett zur freien Verfügung. Wir haben die Rigaer-Altstadt unsicher gemacht und das Museum für Besetzung (Nazi und Sovjet-Besatzung) und das National- und Schifffahrtsmusem besucht..... Das Wetter war heute aber nicht wirklich dazu geeignet bzw. die Gebäude nicht für das Wetter. Viel zu warm um sich alles anzuschauen. Das Wetter hier ist schön warm, aber viel zu schwül....
Morgen geht es an die Ostsee zum Baden, ist ja auch SONNtag ;)
Freitag, 6. August 2010
Byebye lovely Tallinn, hello Riga
Wo war ich letzten stehen geblieben.... Achja am Montag. Also gehts mit dem Dienstag weiter....
Dienstag früh gab es wieder ca. 4 Stunden Vorlesungen zum Thema "Innovation und Gründung im Baltikum" und den vier Herausforderungen, die sich das Baltikum stellen muss(te): der Zusammenbruch der Sovjetunion, die Russische Krise Ende der 1990er, Globalisierung und die weltweite Finanzkrise ab 2007. Der Dozent war dieses mal ein Norweger, der sein Glück im Baltikum versucht hatte und eine eigene Supermarktkette aufgebaut und um 2000 erfolgreich verkauft hatte. Es klingt schon komisch, wenn ein norwegischer Fischkopp englisch spricht: lück there (look there), it's trü (it's true) ;)
Nachmittag ging es mit Bus in die Stadt zur Nationalbibliothek, in der uns die e-Governance Academy einen Vortrag über den elektronischen Personalausweis und den Wahlen über das Internet gehalten hatte. In Estland wurden in den letzten Jahren mehrere Wahlen mit der Möglichkeit der der Stimmenabgabe über das Internet und mit hilfe des elektronischen Personalausweises durchgeführt.
Mittwoch besuchten wir nach den Vorlesungen über die russische Wirtschaft ein weltweit bekanntes Internet Unternehmen: Skype. Richtig. Skype wurde von Studenten der Universität in Tallinn erfunden und hat heute noch die Softwareentwicklung mit ca. 300 Mitarbeitern direkt am Campus der Uni. Die weiteren Abteilungen sind über die ganze Welt verteilt, weswegen die Estländer mächtig stolz auf Skype sind.
Abends genossen wir noch einmal den warmen Abend in der Tallinner Altstadt und haben dann den Tallinner Club "Hollywood" bis zum nächsten Morgen unsicher gemacht ;)
Am Donnerstag ging es dann Richtung Riga mit Zwischenstopp in Pärnu. Pärnu ist ein Baderessort und offizielle Hauptstadt im Sommer (weil im Sommer sowieso alle Politiker dorthin zum Baden fahren und im Sommer keine Parlamentssitzungen stattfinden ;) ).
Am Abend in Riga angekommen, wurden wir mit einem kleinen Büffet in der Stockholm School of Economics in Riga (SSE) begrüßt. Und für mich gab es ein kleine Deja Vu.... ich war ja letztes Jahr bereits in Riga und da gab es folgendes Haus mit megatollen Fassade. Und genau daneben befindet sich die SSE, also in bester Lage in Riga ;)
Zur Uni müssen wir jetzt ca. 15 Minuten mit dem O-Bus vom Wohnheim fahren. Witzigerweise auch wieder Trolleybus Nr. 3.... in Tallinn hat uns der Trolleybus Nr. 3 in die Stadt und wieder zurück gefahren.... und da soll mir einer Sagen das sei Zufall ;)
Das Wohnheim sieht von außen etwas verfallen aus.... aber von innen nagelneu. So neu ist hier alles, dass sogar die Handtücher noch das Orginalschild dran haben und die Bettdecke und Kissen eingeschweißt sind ;) Aber das WLAN ist so schwach, dass ich jetzt gerade im Flur sitzen muss...
Was ich heute erlebt habe, erfahrt ihr beim nächsten Mal. Es ist schon wieder viel zu spät und morgen (Samstag!) stehen auch wieder Vorlesungen auf dem Plan.....
Montag, 2. August 2010
Bankensystem im Baltikum
Um 8:30 Uhr gings zum gemeinsamem Frühstück in die Cafeteria und um 9 Uhr begann auch schon die erste Vorlesung (mit Ausschlafen ist hier nix ;) ): 120 Stunden wissenswertes über Estland. Und dann 2 Stunden zum Thema "Financial markets in the Baltics" von einem New Yorker, der viele Jahre in Helsinki gearbeitet hatte und kurz nach der Wende als einer der ersten Amis nach Tallinn kam. Hab bei ihm nicht alles verstanden..... orginaler American-Accent gemixt mit einer Prise Nuscheln macht die Sache nicht einfacher ;) Inhalt: Skandinavische Banken haben aus ihrer Krise 1997/98 nix gelernt und fleißig viel Geld in die Baltische Wirtschaft im amerkanische Stil gepumpt: geringe Zinsen, naive Kunden, viel zu hoher Fremdkapitalfinanzierungsanteil.
Passend zum Thema wurde am Nachmittag eine Exkursion zur Swedbank (Schwedische Bank, die vor paar Jahren die Hansabank aufgekauft hatte) organisiert. Liebe Bankverantwortlichen in Deutschland, kommt mal her und schaut euch an, wie eine attraktive Filiale aussehen kann.
Sonntag, 1. August 2010
Tallinn finde ich toll!
Nach dem Rundgang ging es dann zum 3-Gänge-Dinner in der Sankt Olaf-Gilde.
